Unser neues Projekt 2026: Moldau
Seit 1. April 2026 läuft unser neues Projekt in Moldau: Wir sammeln Interviews, führen eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Krakau/Auschwitz/Berlin durch und entwickeln eine Ausstellung.
Seit 1. April 2026 läuft unser neues Projekt in Moldau: Wir sammeln Interviews, führen eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Krakau/Auschwitz/Berlin durch und entwickeln eine Ausstellung.
Wir laden 10 junge Leute im Rahmen eines internationalen Projektes ein, Webinare und Workshops zu den Themen Roma-Genozid und Erstellung von Kurzvideos zu besuchen. Enthalten ist eine Exkursion nach Vilnius/Litauen, wo wir uns mit Teams von dort und aus Belarus austauschen.
In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die noch verbliebenen 4 300 Rom:nja und Sinti:zze des Konzentrationslagers Auschwitz Birkenau von den Nationalsozialisten ermordet. Seit 2015 ist der 2. August vom Europäischen Parlament als „Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma“ anerkannt. Im Rahmen dieses Gedenktages reisten wir zusammen mit der Belarusischen Roma-Diaspora nach Krakau, um hier der Gedenkveranstaltung beizuwohnen.
Im Rahmen unseres Programms „Roma-Empowerment in Belarus und Russland stärken“ verbrachten wir Ende Juli/Anfang August eine Woche mit unseren Partner:innen von der Roma-Diaspora Belarus (der größten belarusischen Roma-Selbstorganisation) in Krakau, der KZ-Gedenkstätte Auschwitz und Berlin.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein Projekt in und mit Belarus, und diesmal auch mit einem russischen Partner – dem „Verein zur Förderung und Entwicklung der Roma-Kultur“ aus der Nähe von Moskau. Ende April fuhren zwei unserer Mitglieder für eine Woche nach Minsk, um dort beiden Partnerorganisationen zu begegnen.
Eine Reise nach Belarus ist kein alltägliches Unterfangen und recht kompliziert geworden – dennoch
nahmen 10 Studierende und Roma-Aktivist:innen aus Deutschland vom 30. 9. bis 7. 10. an einem
Austauschprogramm in Belarus teil. Unsere dortige Partnerorganisation, die Belarusische Roma-
Diaspora (die größte Selbstorganisation der Minderheit in Belarus) hatte ein umfangreiches
Programm zusammengestellt. Hauptthema waren dabei die Erinnerung an den Roma-Genozid
während des Zweiten Weltkrieges und die Situation von Roma in Belarus heute.
Im Oktober organisierte das Bildungswerk für Erinnerungsarbeit und Frieden e.V. gemeinsam mit der Belarusischen Roma-Diaspora, der größten Selbstorganisation der Rom:nja in Belarus, ein Austauschprojekt. Im Fokus stand die Wissensvermittlung über den deutschen Vernichtungskrieg auf dem Gebiet des heutigen Belarus von 1941 – 1944, insbesondere über die systematische Ermordung der Rom:nja, eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen und belarussischen Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, die Begegnung und der interkulturelle Austausch mit Angehörigen der Roma-Diaspora und deren Strategien zu Stärkung ihrer gesellschaftlichen Partizipation.