Ignorierter Völkermord: Rom:nja in Moldau 1941-1944
Deutsch-moldauisches Projekt zur Erinnerung an den Genozid an Rom:nja sowie zur Bekämpfung von Antiziganismus…
Deutsch-moldauisches Projekt zur Erinnerung an den Genozid an Rom:nja sowie zur Bekämpfung von Antiziganismus…
Seit 1. April 2026 läuft unser neues Projekt in Moldau: Wir sammeln Interviews, führen eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Krakau/Auschwitz/Berlin durch und entwickeln eine Ausstellung.
Die neueste Online-Ausstellung zum Völkermord an Rom:nja gibt einen Überblick über Hintergründe und Zeitzeugeninterviews auf dem Teil des von den deutschen Faschisten besetzten Gebiets der Sowjetunion in Belarus, Russland, der Ukraine und Moldau sowie Rumänien.
Wir laden 10 junge Leute im Rahmen eines internationalen Projektes ein, Webinare und Workshops zu den Themen Roma-Genozid und Erstellung von Kurzvideos zu besuchen. Enthalten ist eine Exkursion nach Vilnius/Litauen, wo wir uns mit Teams von dort und aus Belarus austauschen.
Die letzte öffentliche Veranstaltung in diesem Jahr fand am 11. Dezember in Mannheim statt: Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, lud zur Ausstellungseröffnung.
Am 30. November wurde in Moskau eine Ausstellung zum Roma-Genozid eröffnet, die auf Interviews basiert, die im Frühjahr und Sommer 2024 im Rahmen unseres Projektes genommen wurden. Aus diesem Anlass fand ein Besuchsprogramm der russischen, belarusischen und deutschen Projektpartner in Moskau und Smolensk statt.
Unsere russischen und belarusischen Partnerorganisationen haben im vergangenen Sommer Interviews mit Zeitzeug:innen bzw. deren Nachfahren im westlichen Russland durchgeführt. Am 30. November wird eine Ausstellung im Romen-Theater in Moskau eröffnet. Ihre Erfahrungen standen im Vordergrund einer Online-Konferenz am 28. Oktober.
Für zwei junge Mitarbeiter:innen unserer belarusischen Partnerorganisation fanden am 24. September bzw. am 2. Oktober Trainings statt, um sie als Multiplikator:innen auszubilden. Themen waren Methoden zur historischen Erinnerung und Berichte zu den zahlreichen Aktivitäten der Belarusischen Roma-Diaspora.
In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die noch verbliebenen 4 300 Rom:nja und Sinti:zze des Konzentrationslagers Auschwitz Birkenau von den Nationalsozialisten ermordet. Seit 2015 ist der 2. August vom Europäischen Parlament als „Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma“ anerkannt. Im Rahmen dieses Gedenktages reisten wir zusammen mit der Belarusischen Roma-Diaspora nach Krakau, um hier der Gedenkveranstaltung beizuwohnen.
Im Rahmen unseres Programms „Roma-Empowerment in Belarus und Russland stärken“ verbrachten wir Ende Juli/Anfang August eine Woche mit unseren Partner:innen von der Roma-Diaspora Belarus (der größten belarusischen Roma-Selbstorganisation) in Krakau, der KZ-Gedenkstätte Auschwitz und Berlin.
Gute Nachrichten aus Kyjiw: Unsere Partnerorganistion Ukrainisches Zentrum für Holocauststudien bietet jetzt das didaktische Material an, das wir im Rahmen unseres letztjährigen Projektes erstellt und gedruckt hatten. Es ist auf der Homepage des Institutes abrufbar.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein Projekt in und mit Belarus, und diesmal auch mit einem russischen Partner – dem „Verein zur Förderung und Entwicklung der Roma-Kultur“ aus der Nähe von Moskau. Ende April fuhren zwei unserer Mitglieder für eine Woche nach Minsk, um dort beiden Partnerorganisationen zu begegnen.
Deutsch-belarussisches-russisches Projekt zur Erinnerung an den Genozid an Rom:nja sowie zur Bekämpfung von Antiziganismus…
Am 19. April organisierten wir in Potsdam eine Ausstellungseröffnung mit Infoveranstaltung zum Roma-Genozid in der besetzten Ukraine.
Die Ausstellung kann noch bis 17. Mai im Treffpunkt Freizeit angesehen werden.